Die Aufsparrendämmung mit Polyurethan ist dauerhaft, feuchtesicher
und schützt die Holzkonstruktion des Daches.

In unseren Breiten sind extreme Wettersituationen keine Seltenheit. Starker Wind und langanhaltendes, extrem kaltes Winterwetter fordern dem Dach viel ab. Auch von innen kann warme, feuchte Raumluft in den Dachaufbau eindringen und dort zu Tauwasser und Feuchteschäden führen. Eine weit verbreitete Meinung besagt, dass das Dach nach außen diffusionsoffen sein muss. Das gilt aber nicht für die Aufsparrendämmung, weil hier die Holzkonstruktion im warmen Bereich liegt.

Bei einer vollflächigen und wärmebrückenfreien Polyurethan-Aufsparrendämmung wird zuerst die Luftdichtheitsschicht lückenlos über die Sparrenlage verlegt, die Holzbauteile liegen im warmen Bereich und können nach innen austrocknen. Somit ist die Konstruktion tauwasserfrei und bietet dauerhaften Feuchteschutz. Polyurethan-Dämmelemente unterstützen durch ihr Nut-Feder-Profil die fugenlose Verlegung und nehmen wegen ihrer geschlossenen Zellstruktur praktisch kein Wasser auf. Sie sind auf der Außenseite mit einer überlappenden und wasserableitenden Unterdeckbahn versehen, die schon in der Bauphase als zusätzlicher Witterungsschutz dient. Das spart dem Dachhandwerker zudem einen Arbeitsgang.

Vier goldene Regeln für eine feuchtesichere PU-Steildachdämmung

  1. Dämmung möglichst auf der Außenseite anordnen. Überdämmung der Sparren erhöht die Feuchtesicherheit. Die Holzkonstruktion soll im warmen Bereich liegen, damit sie trocken bleibt.
  2. Was ganz (diffusions)offen ist, ist oft nicht (luft)dicht. Wichtig: die Luftdichtheit auf der Innenseite. Bestehende Bekleidungen erfüllen diese Anforderungen meistens nicht. Daher wird bei der Sanierung eine luftdichte und diffusionshemmende Bahn auf den Sparren verlegt und oberseitig mit einer PU-Aufdachdämmung gedämmt. Die vorhandene alte Dämmung kann im Dach verbleiben. Oberhalb der Sparren ist eine weitgehend durchdringungsfreie Verlegung der Bahn möglich.
  3. Die Bekleidung zur Raumseite soll die Austrocknung eventueller Feuchte im Dach nach innen zulassen.
  4. Sparren und andere Holzbauteile nicht komplett zwischen diffusionsdichte Schichten einpacken, damit die Austrocknung im Falle von unvorhergesehenen Feuchteeinträgen nicht behindert wird.



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