FAQ

Was sind die Vorteile einer Aufsparrendämmung?

Eine Aufsparrendämmung mit Polyurethan ist dauerhaft, feuchtesicher, und schützt die Holzkonstruktion. Bei der vollflächigen und wärmebrückenfreien Polyurethan-Aufsparrendämmung ist die Verlegung der Luftdichtheitsschicht über den Sparren besonders einfach, weil es bei dieser Dämmlösung wenig Durchdringungen gibt. Die Holzbauteile der Dachkonstruktion liegen im warmen Bereich und können nach innen austrocknen. Somit ist die Konstruktion tauwasserfrei und bietet dauerhaften Feuchteschutz.

Was sind die Polyurethan-Vorteile im Steildach?

Die Vorteile einer Polyurethan-Dämmung sind eindeutig: hervorragende Wärmedämmung, niedriger U-Wert des Daches, hohe Dämmleistung, geringe Dämmstoffdicken, schlankere Konstruktionen, kürzere Befestigungselemente, kostengünstigere Bauweise, niedrigere Anschlusshöhen an Traufe und Ortgang, geringes Plattengewicht, unkompliziertere Verlegung.

Woran erkennt man die Leistungsfähigkeit der Polyurethan-Dämmelemente?

Die Leistungsfähigkeit eines Wärmedämmstoffes bemisst sich an seiner Wärmeleitfähigkeit. Das bedeutet: Je weniger ein Dämmstoff die Wärme leitet, desto wirksamer begrenzt er die Wärmeverluste durch das Dach. Maß für die Leistungsfähigkeit ist die Wärmeleitfähigkeitsstufe (abgekürzt: WLS). Hier gilt: Je niedriger die WLS, desto mehr leitet der Dämmstoff und umso besser ist die Dämmwirkung. Polyurethan-Dämmelemente sind in den Wärmeleitfähigkeitsstufen WLS 023 bis 029 erhältlich.

Warum dämmt Polyurethan besser?

Das Geheimnis der Wärmedämmung von Polyurethan-Hartschaum beruht auf Milliarden winziger Zellen, die in der Schaummatrix eingeschlossen sind. Dadurch wird die Wärmeübertragung auf ein Minimum reduziert. Polyurethan-Dämmstoffe der Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 023 dämmen rund zwei Drittel besser als herkömmliche Dämmstoffe. Sie bieten daher im Vergleich zu konventionellen Dämmstoffen einen deutlich besseren Wärmeschutz bei gleicher Dämmschichtdicke. Hervorragende Wärmedämmung und schlanke Aufbauten: So kann die Grundstücksfläche besser genutzt und mehr Wohnraum geschaffen werden.

Warum sind die Polyurethan-Dämmelemente im Steildach besonders funktionstüchtig und dauerhaft?

Die Polyurethan-Dämmelemente unterstützen durch ihr Nut-und-Feder-Profil die fugenlose Verlegung und nehmen wegen ihrer geschlossenen Zellstruktur praktisch kein Wasser auf. Aufgrund ihrer hohen Druckfestigkeit und Biegesteifigkeit bleiben sie auch bei Belastung formstabil. Sie sind auf der Außenseite mit einer überlappenden und wasserableitenden Unterdeckbahn versehen, die schon in der Bauphase als zusätzlicher Witterungsschutz dient.

Welche Sommer-Klimaregionen findet man in Deutschland?

Deutschland wird in drei Sommer-Klimaregionen unterteilt. Dazu gehören sommerkühle Gebiete mit einer Monatsmitteltemperatur unter 16 °C. Regionen mit einer Monatsmitteltemperatur im Bereich von 16 °C bis 18 °C zählen zu den gemäßigten Gebieten. Die sommerheißen Gebiete weisen im Durchschnitt deutlich wärmere Monatsmitteltemperaturen über 18 °C auf. In der Norm DIN 4108-2 sind Grenzwerte für Innentemperaturen in Wohngebäuden in Abhängigkeit von diesen Sommer-Klimaregionen festgelegt.

Wie muss der sommerliche Wärmeschutz nach EnEV nachgewiesen werden?

Für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach Energieeinsparverordnung (EnEV) sind vor allem zwei Kenngrößen relevant: Zum einen die „Sonneneintragskennwerte“, die sich auf die Energiemenge beziehen, die durch Fenster in den Innenraum dringt. Zum anderen spielen die „Übertemperatur-Gradstunden“ eine Rolle, das heißt die Zeit, in der komfortable Innenraumtemperaturen überschritten werden.

Wie sehen die baupraktischen Lösungen für einen sommerlichen Wärmeschutz aus?

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) fordert in vielen Fällen vom Planer oder Dachhandwerker einen verbindlichen Nachweis für den sommerlichen Wärmeschutz. Dabei handelt es sich um Sonneneintragskennwerte und Übertemperatur-Gradstunden. Eine leistungsfähige Polyurethan-Aufsparrendämmung und ein wirksamer Sonnenschutz der Dachfenster mit außenliegenden Jalousien oder Markisen dämmen den Wärmefluss von außen nach innen spürbar ein. Das belegen auch Untersuchungen des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) München. Die Maximaltemperaturen werden in einem mit Polyurethan gedämmten Dachraum an heißen Sommertagen nicht überschritten und die Zahl der Übertemperatur-Gradstunden beträgt „null“. Die Bewohner können durch Lüften während der Nacht die in den Wänden und Decken des Dachraums gespeicherte Wärme abführen.

Wer ist für den Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes verantwortlich?

Bei der Dachsanierung trägt der ausführende Dachhandwerker die Verantwortung für eine fachgerechte Planung, wenn kein Architekt oder Fachplaner beteiligt ist. In der Norm DIN 4108-2 vom Februar 2013 sind in Abschnitt 8 die Mindestanforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz festgelegt (Sonneneintragskennwerte und Übertemperatur-Gradstunden), worauf sich die Anforderungen nach EnEV beziehen.

Wo bekommt man weitere Informationen?

  • Auf der Polyurethan-Website www.daemmt-besser.de kommen Sie über den Button „Wo kann ich Polyurethan-Dämmstoffe kaufen?“ zu den Websites der Polyurethan-Dämmstoff-Hersteller. Die Mitarbeiter der IVPU-Mitgliedsfirmen beraten Sie gerne bei der Auswahl von Polyurethan-Dämmsystemen.
  • Über das Menü "Services / Druckschriften-Download können die IVPU-Planungshilfe „Steildach“ und die Fachpublikation „Aus Forschung und Technik Nr. 6: Luft- und Winddichtheit“ kostenlos heruntergeladen werden.
  • Schriften, Planungshilfen und Ratgeber können Sie einfach per Mail bestellen: info@daemnt-besser.de
  • Über die Polyurethan-Website können Sie die Polyurethan-News abonnieren, ein Newsletter, der regelmäßig per E-Mail über PU-Neuheiten und Praxishilfen informiert.




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