Dämmung der Obersten Geschossdecke - einfach und kostengünstig

Polyurethan-Wärmedämmplatten sind druckfest und stabil. Die geringe Aufbauhöhe sorgt auch im Bereich des Dachbodens dafür, dass möglichst viel der ursprünglichen Raumhöhe erhalten bleibt.

Der Dachraum als Platzreserve – ein idealer Lagerplatz für Schränke, Kisten und Koffer. Auch wenn das Dach z. B. aufgrund zu geringer Höhe nicht ausgebaut werden kann, lässt sich dieser Stauraum nutzen.

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) sollten seit 1. Januar 2012 begehbare und nicht begehbare oberste Geschossdecken über beheizten Räumen gedämmt sein. Das macht Sinn, denn über die große Fläche eines nicht gedämmten Dachs geht kontinuierlich eine große Menge an Heizenergie ungenutzt verloren. Das schlägt sich unweigerlich auf die Heizkosten der Hausbewohner nieder. Diese Nachrüstpflicht führte in der Praxis jedoch zu vielen Fragen. Die EnEV 2014 stellt nun klar, dass die Verpflichtung zur Nachrüstung nur greift, wenn der Mindestwärmeschutz nach der aktuellen DIN 4108-2:2013-2 nicht vorhanden ist. Die DIN 4108-2 schreibt in diesem Fall einen minimalen Wärmedurchlasswiderstand R-Wert von 0,90 (m²·K)/W vor.

Die Dämmpflicht der obersten Geschossdecke entfällt bei Ein- oder Zweifamilienhäusern, wenn der Eigentümer schon seit Januar 2002 oder länger selbst im Gebäude wohnt. Bei einem Eigentümerwechsel muss der neue Hausbesitzer innerhalb von zwei Jahren dämmen.

Wenn sich ein Bauherr zur Renovierung der begehbaren obersten Geschossdecke entschließt, muss nach EnEV 2014 ein maximaler U-Wert von 0,24 W/(m²·K) eingehalten werden. Viele Bauherren orientieren sich jedoch nicht an der EnEV, sondern an den Förderbedingungen der KfW für Einzelmaßnahmen. Die oberste Geschossdecke zu nicht ausgebauten Dachräumen muss lauf technischen Mindestanforderungen der KfW einen U-Wert von 0,14 W/(m²·K) oder besser aufweisen. Hinzu kommt: Für die Antragstellung muss ein sachverständiger Energieberater eingebunden werden, der  in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes ( www.energie-effizienz-experten.de ) gelistet ist.

Dämmstoffleistung zählt

Heute bedeutet „besser dämmen“ nicht unbedingt „dicker dämmen“. Die herkömmlichen Dämmstoffe wurden weiterentwickelt, die Leistungsfähigkeit der Produkte weiter verbessert.So sind beispielsweise heutige Polyurethan-Dämmstoffe (PU) der Wärmeleitfähigkeitsstufe WLS 023 bei gleicher Dämmleistung nur etwa halb so dick wie konventionelle Faserdämmstoffe, dazu noch leicht und universell einsetzbar.

Für oberste Geschossdecken besitzen druckfeste und formstabile PU-Verbundelemente mit einer Trittschicht (Holzwerkstoff- oder Gipsbauplatte) mehrere Funktionen, die mechanische Beanspruchbarkeit und Wärmedämmung gleichermaßen sicherstellen. Ein Dämmelement mit 10 cm PU-Kern der WLS 023 ist in der Regel ausreichend, um die Anforderung der EnEV 2014 zu erfüllen. Mit einer 16 cm dicken PU-Dämmung können die KfW Förderbedingungen eingehalten werden.

Bevor die Dämmelemente verlegt werden, muss eine Dampfbremse vollflächig auf dem Dachboden verlegt und sorgfältig rundum befestigt und verklebt werden. An Fußpfetten und Wandanschlüssen wird ein Überstand gelassen und verklebt.

PU-Wärmedämmplatten sind druckfest und stabil. Die geringe Aufbauhöhe sorgt auch im Bereich des Dachbodens dafür, dass möglichst viel der ursprünglichen Raumhöhe erhalten bleibt.

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